Turnier

Am 5. und 6. November drehte sich in der Seidensticker Halle in Bielefeld, wie schon seit 2005 immer am zweiten Wochenende im November, alles um den Tanzsport. Standard- und Lateinpaare aus allen Teilen Deutschlands starteten dort bei den 65 angebotenen Turnieren für Kinder, Jugendliche, Hauptgruppe- und Seniorenpaare beim jährlichen 5-Flächen-Großturnier „OWL tanzt“.

Für den Tanz-Turnier-Club Oldenburg waren in diesem Jahr insgesamt 10 Paare am Start. Fünf dieser Paare reisten nicht nur am Freitag gemeinsam an und übernachteten in der Jugendherberge in Bielefeld, sondern unterstützen sich auch bei der Turniervorbereitung. So kümmerte sich Julia Dudek neben ihrer eigenen Turnierfrisur auch um die Looks von Neele Neunzig, Nicole Macht, Anna Olliges und Melanie Oberhauser.

Am Samstagmorgen machten sich die Paare nach einem gemeinsamen Frühstück hochmotiviert auf den Weg zur Turnierhalle. Begleitet wurden sie dabei von Meret Preuß, die an diesem Wochenende als “Turniermutti“ fungierte und den Paaren mit Rat und Tat zur Seite stand.

Als Auftakt eines erfolgreichen Turniertages für die TTC-Paare konnten sie bei ihrer Ankunft gleich Dr. Werner Runde und Dr. Heike Picard zujubeln, die sich im Finale der Sen II A Standard mit vier gewonnen Tänzen – nur den ersten Platz im Langsamen Walzer mussten sie sich mit den Zweitplatzierten René Roßberg und Bianca Rötterer aus Hamburg teilen – unangefochten den Sieg ertanzten.

Für die HGR D Standard waren an diesem Tag dreißig Paare gemeldet, darunter mit Patrick Rohlehder und Anna Olliges, Mirko Klemmt und Nicole Macht und Philipp Heitmann und Neele Neunzig gleich drei Paare vom TTC. Für Patrick und Anna und Mirko und Nicole ein besonderer Moment, schließlich tanzten alle vier ihr erstes Turnier. Mirko und Nicole schieden leider schon nach der Vorrunde aus, Anna und Patrick konnten sich für die erste Zwischenrunde qualifizieren und beendeten ihr Turnier mit Platz 26. Für Philipp und Neele – beide mittlerweile deutlich turniererprobt – ging es durch beide Zwischenrunden bis ins Finale. Unterstützt vom Jubel der anderen Oldenburger Teammitglieder zeigten sich beide in Topform und konnten als Turniersieger die Goldmedaille von „OWL tanzt“ mit nach Hause nehmen.

Parallel zur HGR D fanden auch die Turniere der HGR C und B Standard statt. In der HGR C starteten Sebastian Hellmann und Melanie Oberhauser, die ebenfalls ihr erstes gemeinsames Turnier tanzten. Souverän meisterten die beiden die Vorrunde und beide Zwischenrunden und konnten sich schließlich im Finale einen fünften Platz von 23 Paaren ertanzen. Für Thomas Löw und Julia Dudek ging es in der Hauptgruppe B Standard an den Start. Das Paar setzte sich in der Vorrunde gegen die anderen teilnehmenden Paare durch, musste sich dann aber nach der ersten Zwischenrunde mit einem 12. Platz von 22 der Konkurrenz geschlagen geben.

Auch die Paare der Sen III S Standard durften sich schon am ersten Turniertag präsentieren. Andreas Siemer und Silke Sandomir-Dittrich, die nach langer Verletzungspause erst noch wieder zu ihrer alten Form zurückfinden müssen, konnten ihr erhofftes Ziel leider nicht erreichen und belegten in der Endwertung den 16. Platz von 18 gestarteten Paaren. Dieter und Insa Felgendreher tanzten sich in die 1. Zwischenrunde und verfehlten mit Platz sieben bis acht nur knapp das Finale.

Malte Müller und Maren Dieken qualifizierten sich dagegen für das Finale der Sen II D und belegten im Endergebnis Platz sechs.

Beflügelt von den Ergebnissen am Vormittag hieß es dann am Nachmittag: „Umziehen in die Latein-Outfits“. Das galt für Thomas Löw und Julia Dudek und Philipp Heitmann und Neele Neunzig, die in der HGR D Latein an den Start gingen, sowie Malte Müller und Maren Dieken, die in der Sen I D auf die Fläche gingen. Bei 27 teilnehmenden Paaren in der HGR D schafften es Philipp und Neele auf Platz 21 bis 23. Thomas und Julia tanzten sich über die Zwischenrunde souverän ins Finale und konnten sich über einen hervorragenden vierten Platz freuen, ebenso wie Malte und Maren in der Sen I D.  

Der zweite Turniertag, der Sonntag, startete mit den Lateinpaaren. Hier gingen erneut Philipp Heitmann und Neele Neunzig in der Hauptgruppe D Latein und Malte Müller und Maren Dieken in der Sen I D Latein an den Start. Philipp und Neele konnten sich mit Platz 16-17 von 24 gegenüber dem Vortag um einige Plätze verbessern, Malte und Maren gelang es leider nicht, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Sie konnten den Konkurrenten aber einige Kreuze abnehmen und belegten in der Endrunde Platz fünf.

Der Sonntagnachmittag stand erneut im Zeichen der Standardturniere. Dabei konnten vor allem die Paare der Hauptgruppe D Standard ihre Leistungen vom Vortrag deutlich verbessern: Patrick und Anna erreichten Platz 20-23 von 32, Mirko und Nicole schafften es diesmal in die 1. Zwischenrunde und konnten sich nicht nur über Platz 25-27 freuen, sondern auch ihre ersten Punkte mit nach Hause nehmen. Für Philipp und Neele hieß es nun „Mission Titelverteidigung“: Mühelos, souverän und nicht eingeschüchtert von einem angeordneten Outfitwechsel, gelang den beiden diese Mission mit Bravour. Philipp und Neele konnten auch in diesem Turnier den Siegertitel nach Oldenburg holen.

Auch Sebastian und Melanie traten erneut in der HGR C Standard an, konnten an ihre Leistungen vom Vortrag anknüpfen und ertanzten sich im Finale gegen Paare aus Delmenhorst, Schwanewede und Hamburg den siebten Platz unter 22 Paaren.

Den Abschluss der zwei Turniertage bildete das Turnier der Sen I A Standard am Sonntagnachmittag. Mit diversen Upgrades in den Choreos und der tänzerischen Umsetzung gingen Ewgenija Genschel und Christoph Krüder hier an den Start. Die Motivation war da, dennoch konnte vieles aus dem Training nicht wie erhofft abgerufen werden. Aus Sicht des Paares gab es noch reichlich Luft nach oben. Die Finalwertung im sehr kleinen Feld sah zwar auch erste und zweite Plätze für die beiden vor, am Ende reichte es aber nur für Platz 3, und das Paar verpasste damit eine Chance zum Aufstieg. 

Herzlichen Glückwunsch allen Paaren!

Dieses insgesamt sehr erfolgreiche Wochenende wird wohl allen teilnehmenden Paaren lange im Gedächtnis bleiben, nicht zuletzt, weil neben den Turnieren auch ein sehr starker Teamzusammenhalt entstanden ist, der sicherlich in der Zukunft für viele wertvoll sein wird.

Text:  Petra Dolch & Meret Preuß